Weltklimatag              8.12.2007    

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe engagierte Mitbürger-/innen

 

Der Weltklimabericht der UNO spricht Klartext: die Klimaerwärmung ist eine Tatsache,     

hat verheerende Folgen  -

und ist von Menschen gemacht.

 

Also liegt es auch an uns Menschen, etwas   dagegen zu tun:

Und was können wir tun?
- Weniger Energie
brauchen

- Und möglichst alle Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen.

 

Das klingt machbar und es ist es auch.
Daher ist es die Stossrichtung von Zürich Erneuerbar.

Zürich Erneuerbar – der Verein für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Wurde gegründet im letzten Februar.

Von  Politiker/innen und Fachleuten, die unserer  Lebensbasis Sorge tragen wollen.

 

Am besten tun wir es alle gemeinsam.

Alt und Jung, Reich und Arm, hier in der Schweiz und in allen Erdteilen der Welt

Und auch alle Parteien miteinander.

 

Denn wir sind auf eine intakte Umwelt angewiesen. Ob wir das wollen – oder nicht.

 

Im Vorstand von ZH-E sind engagierte Kantonrät/innen aus allen Parteien. Weil keine Partei das Klima für sich pachten kann. Weil es für eine Lösung alle braucht. Weil der Umwelt Ideologien egal sind. Nur wenn wir das Problem über Parteigrenzen hinweg angehen, haben wir eine Chance:

 

Haben Sie die Klima Charta schon unterzeichnet?

 

Es ist eine Absichtserklärung und ruft dazu auf,
- dass wir den CO2-Ausstoss reduzieren, um 2-3% pro Jahr
- dass der Co2-Ausstoss  2020 um 30% gegenüber dem Referenzjahr 1990 sinkt
- dass der Energieverbrauch bis 2050 auf 2000 Watt pro Person reduziert wird und ¾ davon aus erneuerbaren Quellen stammt.

Im Kantonsrat setzen wir uns für gute Rahmenbedingungen ein  - auf kantonaler, nationaler und kommunaler Ebene.

 

Wir setzen uns für dezentrale Stromproduktion ein.
Zum Beispiel für eine Bewilligungspraxis, die Solaranlagen fördert und für Kosten deckende Einspeisevergütungen.

 

Wir setzen uns ein
- für Energie-Effizienz im Gebäudebereich,
- für den Bau von Holzschnitzelheizungen, Solar- und Biogasanlagen und damit für eine massive Reduktion von Heizkosten und Heizöl.
à  All das verringert den  CO2-Ausstoss.

 

Der Kanton kann und will offenbar Minergie zur Vorgabe machen. Und er will bei Neubauten und Energie sparenden Gebäudesanierungen finanzielle Unterstützung leisten.

 

Gemeinden können schon heute bei Baugesuchen den Anschluss an Fernheizungen zur Auflage machen.

 

Ausserdem lässt sich der Verbrauch durch Gebühren und Steuern lenken.

 

Fossile Energieträger können wir durch erneuerbare Energien ersetzen:

 

à             Z.B.  Sonne auf dem Dach erwärmt Wasser und produziert Strom   oder

 

à    Holz aus dem Zürcher Wald bringt Wärme
in unsere Wohnungen

 

Erneuerbare Energien brauchen Investition.

Aber es gibt wohl kaum eine Investition, die sich mehr lohnt.  
-weil den erneuerbaren Energien die Zukunft gehört,
- weil sie unser Klima schonen,
- weil sie Innovationen fördern.
- weil sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind.

 

Jede und jeder von uns kann aktiv werden. Schwierig ist nur immer der Anfang.

 

intelligente Mobilität und bewusster Einkauf

sind Bereiche, wo Sie sofort beginnen können

Sie werden sehen, der Umwelt mit kleinen und grossen Taten Sorge zu tragen, ist ansteckend.

 

Weil es einfach ein gutes Gefühl gibt.

Weil es zeigt, was alles möglich ist.

Und dass das viel viel mehr ist, als die meisten Leute meinen

 

 

Ein gutes Gefühl habe ich auch, wenn ich die Bereitschaft sehe, Energie zu sparen und nur noch erneuerbare Energien zu verwenden

Und der Willen jetzt und heute damit zu beginnen, und alte und eingeschliffene Gewohnheiten zu ändern.

 

Advent und Weihnachten ist auch eine Zeit der erfüllten Hoffnung,

eine Zeit der Zeichen und des Neubeginns.

 

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten!

 

8.12.2007        Lisette Müller-Jaag

Kantonsrätin EVP, Knonau

Präsidentin von Zürich Erneuerbar