| 29. August 2009 |
Sparlampen - Glühlampen?
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| Rede von Al Gore am 17. Juli 2008 in der ehrwürdigen DAR Constitutional Hall, Washington D.C. |
:: Eine Rede die Mut macht und auch Wege aufzeigtMeine
Damen und Herren, Diese Rede können Sie auch live auf Youtube hören und sehen. |
| 19. August 2008 |
:: Umwelttipps zum Schulanfang+ 13.08.2008 + Schüler nehmen das Heft in die Hand.
Zu Beginn des neuen Schuljahres
appelliert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife an Schüler
und ihre Eltern, nur Schulhefte aus Recyclingpapier zu kaufen.
„Kaum jemand denkt beim Einkauf daran, dass für unseren
Papierbedarf der Lebensraum von Orang-Utan, Braunbär und Jaguar
vernichtet wird“, sagt Jana Rudnick, Waldexpertin bei Pro
Wildlife. „Wer Recyclingpapier verwendet, rettet Urwälder und
leistet damit einen direkten Beitrag zum Klimaschutz“.
Quelle:Deutschland gehört mit einem Pro-Kopf- Verbrauch von 236 Kilogramm Papier pro Jahr zu den Spitzenreitern weltweit, doch seit Jahren sinken die Verkaufszahlen von Recyclingpapier. Allein Deutschlands Schüler verbrauchen im Jahr fast 200 Millionen Schulhefte. Über 90 Prozent dieser Hefte sind nicht aus Recyclingpapier, sondern aus Frischfasern. Da für die Herstellung von Heften, Ringbüchern, Malblöcken und Kopierpapier oft auch Urwälder gerodet werden, sollten Eltern und Schüler deshalb darauf achten, nur Papierwaren aus 100 Prozent recyceltem Altpapier zu kaufen. Orientierung bieten Umweltsiegel wie der Blaue Engel, vup, Ökopa und Ökopaplus. Nicht ausreichend ist die Bezeichnung „chlorfrei gebleicht“, denn dahinter verbirgt sich oft Papier aus Frischfasern. Recyclingpapier: raus aus der Schmuddelecke Noch vor 20 Jahren schrieben 70 Prozent der Schüler auf Umweltpapier. Doch mittlerweile ist der Anteil von Schulheften aus Recyclingpapier auf nur noch fünf bis zehn Prozent gefallen. „Wir hoffen, dass die heutigen Schüler diesen Trend umkehren und helfen, den Raubbau an den Urwälder zu stoppen“, sagt Rudnick. Dabei ist die Qualität des Ökopapiers stark gestiegen: Modernes Recyclingpapier wird umweltfreundlich geweißt und hält sogar Radiergummi und Tintenkiller stand. Auch im Preis haben sich Frischfaser- und Recyclingpapier angeglichen. Mittlerweile bieten Hersteller sogar komplette Umweltsortimente an. Vom Schulheft über Spiralblock bis hin zu Bastelmaterialien und Notizblöcken können Schüler ihrem gesamten Bedarf aus 100 Prozent Altpapier decken. Nicht nur Schüler und Eltern sind beim Kauf von Schulheften & Co. gefragt: „Auch Lehrer und die Schulleitung sollten mit gutem Beispiel vorangehen und auf Recyclingpapier umstellen“, so die Waldschützerin. „Darüber hinaus können Projekttage und Unterrichtseinheiten rund um das Thema Papier helfen, das Bewusstsein der Schüler für den Schutz der Wälder zu fördern. Nur wenn die Naturwälder weiter wachsen können, können sie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Rudnick abschließend. Franz Alt 2008 www.sonnenseite.de |
| 13. Juli 2008 |
: Der Atomrausch auf dem G8 GipfelStatt sich auf effiziente Maßnahmen zum Klimaschutz zu einigen, haben sich die G8-Staaten in dieser Woche in Japan einem neuen Atomrausch hingegeben. Ausgerechnet der größte Klimasünder George W. Bush will mit 100 neuen Atomkraftwerken das Klima retten.
Ein Irrglaube, wie die
Naturwissenschaftlerin und Atomfreundin Angela Merkel
realistischerweise gleich richtig stellte. Denn Atomenergie liefert
zurzeit nur 3 % der Weltenenergie. Sie bietet nicht die geringste Lösung
für unsere weltweiten Energieprobleme.
Aber der US-Präsident schwafelt von der „Schönheit der Atomenergie“ und vergisst die über 80.000 Toten von Tschernobyl und einige andere Probleme mit der Atomkraft. So gibt es auf der ganzen Welt keinen einzigen Ort, an dem Atommüll „sicher“ gelagert werden könnte. Wir wissen nur eins: Atommüll strahlt bis zu einer Million Jahren. Je länger wir auf Atomkraft setzten desto mehr werden uns unsere Kinder und Enkel verfluchen. Wir hinterlassen ihnen Probleme, mit denen wir nicht fertig werden. Weitere Investitionen und Subventionen in Kernenergie sind extrem kontraproduktiv, sie sind in erneuerbare Energien und in Energieeffizienz viel gewinnbringender und sicherer angelegt wie die Kanzlerin ebenfalls feststellte. Auch deutsche AKWs sind nicht 100 % sicher – jedes AKW hat ein Restrisiko und dieses könnte uns eines Tages den Rest geben. Allein in dieser Woche gab es in den acht spanischen AKWs vier Störfälle! In Terror-Zeiten ist jedes AKW verantwortungsloser Leichtsinn und keine Problemlösung. Eine Renaissance der Atomenergie ist eine Einladung an Schurken und Schurkenstaaten – die vielleicht größte Gefahr neben dem Klimawandel im 21. Jahrhundert. Die neue Kampagne für die Atomkraft wird zusammenstürzen wie ein Kartenhaus, wenn es zu einer neuen Reaktor-Katastrophe kommt. Was aber erzählen uns die atomaren Glücksritter Bush und Sarkozy dann? Einige Journalisten hierzulande befürchten einen deutschen Sonderweg, wenn es beim Ausstiegsbeschluss bleibt. Was aber ist schlimm an der Vorstellung, dass Deutschland als wichtiger Industriestandort der Welt den Ausweg aus der atomaren Sackgasse aufzeigt? Bei Photovoltaik, Windrädern und Biogas sind wir bereits Welttechnologieführer. Wir haben wieder Exportschlager. Deutschland hat bei Erneuerbaren Energien bereits achtmal mehr Arbeitsplätze als in all seinen 17 Atomkraftwerken zusammen. Es ist ökologisch, ökonomisch, sozial und ethisch vernünftig, auf diesem Weg unbeirrt weiterzugehen. Deutschland ist erneuerbar, Europa ist erneuerbar, die Welt ist erneuerbar. Noch können wir uns aus der atomaren Geiselhaft befreien.
Quelle:
Franz Alt 2008 www.sonnenseite.de |
| 7. Juli 2008 |
"Der
Zigarettenstummel gehört in den Abfall!"
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| 17. Juni 2008 |
Klimabewusstes Reisen ist möglich - WWF ReisetippsWie Touristen die Umwelt schonen können.
Jeder Reisende hat es in der Hand
– zerstöre oder schone ich in meinem Urlaub die Umwelt?
„Man muss nicht gleich ein schlechtes Gewissen haben, denn Reisen an sich ist nicht unbedingt unökologisch“, sagt Birgit Weerts, Tourismusexpertin des WWF. „Es kann sogar ein wichtiger Baustein für den Umweltschutz sein, sofern es natur- und sozialverträglich ist.“ In vielen Regionen fördere Tourismus einen schonenden Umgang mit Arten und Landschaften, schaffe Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung und kurbele die regionale Wirtschaft an. Worauf jeder einzelne Urlauber achten kann, um in der schönsten Zeit des Jahres alles richtig zu machen, sagen die 15 Reisetipps des WWF: Vor der Abreise:
Am Reiseziel angekommen:
Quelle:
WWF 2008
Quelle:
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| 15. Juni 2008 aus dem Newsletter Sonnenseite von Franz Alt |
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:: Retten Atomkraftwerke das
Weltklima?
Wenn die klimaverändernden Treibhausgase bis 2050 halbiert werden sollen, dann brauchen wir weltweit 1.300 Atomkraftwerke – forderte vor wenigen Tagen die Internationale Energieagentur in Paris. Das aber heißt: der heutige Park von 440 Atommeilern müsste nochmals verdreifacht werden. Kann Kernkraft tatsächlich das Weltklima retten?
Heute weiß kein einziger seriöser
Wissenschaftler wo und wie Atommüll je entsorgt werden könnte. Wir
wissen nur, dass Atommüll mindestens 100.000 Jahre gefährlich
strahlt. Ein größerer Frevel gegenüber der Schöpfung und
gegenüber künftigen Generationen ist kaum denkbar.
Hinzu kommt, dass jedes AKW ein unkalkulierbares Restrisiko in sich birgt. Wir wissen spätestens seit Tschernobyl, dass es kein einziges 100 % sicheres Atomkraftwerk gibt. Atomares Restrisiko ist jenes Risiko, das uns jeden Tag den Rest geben kann! Kritiker der neuesten Forderung der Internationalen Energieagentur verweisen neben den Sicherheitsrisiken auf zwei weitere Gefahren: Wenn immer mehr Länder immer mehr Atomkraftwerke bauen, haben immer mehr Länder die Möglichkeit Atombomben zu bauen und das Risiko eines Terroranschlags auf ein AKW wird immer größer. Heute betreiben 31 Staaten Kernkraftwerke. Wenn aber – wie von der Internationalen Energieagentur vorgeschlagen – 2050 in 86 Ländern AKW stehen sollen, erlebt die Welt einen Albtraum, denn fast alle Besitzer von neuen Kernreaktoren haben militärische Hintergedanken. Unsere Welt wäre nicht sicherer, sondern noch viel unsicherer als heute. Selbst wenn 1.300 neue Kernkraftwerke laufen würden, könnte Kernenergie gerademal 10 % zum Gesamtenergieverbrauch auf der Welt beitragen. Dazu sagte der deutsche Bundespräsident Horst Köhler vor kurzem: „Ich kenne keinen einzigen seriösen Wissenschaftler, der behauptet, wir könnten mit Atomkraft unsere künftigen Energieprobleme lösen.“ Wir müssen endlich lernen, dass die Lösung aller Energieprobleme am Himmel steht. Die Sonne schickt uns jeden Tag 15.000mal mehr Energie als zurzeit alle Menschen auf der ganzen Welt verbrauchen. Das macht sie kostenlos, umweltfreundlich, ohne Gefahren und noch 7 Milliarden Jahre. Schon Jesus wusste vor 2.000 Jahren: "Die Sonne des Vaters scheint für alle." Zur Sonne kommen dann noch die weiteren klimafreundlichen Energiequellen: Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme, Bioenergie und Meeresenergie. Die Energiefrage, die immer mehr unsere Schicksalsfrage wird, ist letztlich eine moralische Herausforderung: Haben wir noch Verantwortung für unsere Kinder und Enkel? Wir werden im Atomzeitalter ein elftes Gebot lernen müssen: Du sollst den Kern nicht spalten! Der Bau von Atomkraftwerken ist so schöpfungswidrig und lebensfeindlich wie der Bau von Atombomben.
Quelle:
Franz Alt 2008
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| 11. Mai 2008 aus dem Newsletter Sonnenseite von Franz Alt |
Die unbekannten CO2-Sparer -
Warm duschen, eiskalt CO2 einsparen
Was
die wenigsten Verbraucher wissen: Nicht Autos und LKWs sind die größten
CO2-Sünder, sondern Heizung und Warmwasser sind durch ihren hohen
Energieverbrauch für den Löwenanteil des weltweiten CO2-Ausstoßes
verantwortlich.
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| 28. April 2008 aus dem Newsletter Sonnenseite von Franz Alt |
:: Erste "grüne" Suchmaschine der Welt gestartetFür 1.000 Suchanfragen werden zwei Bäume gepflanzt.
Mit Ecocho.com
Als besonderer Nebeneffekt können Nutzer durch die Verwendung der Suchmaschine aber zusätzlich auch etwas für die Umwelt tun. So wird der Großteil der erwirtschafteten Einnahmen von den Betreibern in den Kauf von Emissionszertifikaten der offiziellen australischen CO2-Ausgleichsbehörde Greenhouse Gas Abatement Scheme (GGAS) "Unsere Websuche ist die einfachste Möglichkeit für jeden Menschen, mit einer kleinen Änderung im Alltag einen positiven Einfluss auf das Klima zu nehmen", erklärt Plattformgründer Tim Macdonald im Exklusivinterview mit pressetext. "Allein in Deutschland werden jeden Monat mehrere hundert Mio. Internetsuchen durchgeführt. Wenn davon nur ein Prozent über Ecocho.com Schon 1.000 Suchanfragen würden ausreichen, um die Pflanzung von zwei neuen Bäumen zu finanzieren. Umgerechnet entspricht das laut Angaben von ecocho einer Reduktion der CO2-Belastung in der Atmosphäre um eine Tonne. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 pro Tag liegt in Deutschland Angaben des Umweltbundesamts zufolge bei 29,3 Kilogramm. "Jede Suche auf ecocho leistet somit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz - und das zum Nulltarif", betont Macdonald. Auf die Idee zu ecocho ist Macdonald während einer Diskussion mit Freunden gekommen. "Im gemeinsamen Gedankenaustausch haben wir erkannt, welches enorme Potenzial Suchmaschinen im Web für die Unterstützung des Klimaschutzes bieten", schildert Macdonald. Manchmal seien die einfachsten Ideen auch die besten. "Klimaschutz ist ein brandaktuelles Problem, das die ganze Welt betrifft", stellt Macdonald klar. Deshalb sei es ihm auch ein wichtiges Anliegen, ecocho in so vielen Regionen der Welt in lokalisierten Sprachvarianten zur Verfügung zu stellen. "In diesen Tagen starten wir mit lokalen Seiten in 14 Ländern", so Macdonald. Fixe Zielvorstellung gebe es dennoch keine. "Wir wollen das Bewusstsein der Menschen für Umweltprobleme - insbesondere den Klimaschutz - im Gesamten stärken", meint Macdonald. Die Benutzung von Ecocho.com
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| 20. April 2008 aus dem Newsletter Sonnenseite von Franz Alt |
Ist Biosprit-Boom schuld an der Nahrungs-Krise?Benzin vom Acker ist nur ein Teilproblem der gegenwärtigen Hungerkatastrophen, das Hauptproblem ist der Klimawandel, sagt Franz Alt in einem Interview mit der Münchner "tz".
Entwicklungsministerin Heide
Wieczorek-Zeul sagt, die Explosion der Lebensmittelpreise ist bis zu
70 Prozent auf die zunehmende Produktion von Biosprit zurückzu führen.
Ist der Klimaschutz schuld am Hunger?
Klimaschutz-Experte Franz Alt: Man darf hier Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Die Produktion von Bio-Treibstoff ist ein Teilaspekt der jetzigen Hunger-Probleme. Die Hauptprobleme sind erstens, dass die Bauern der Dritten Welt bislang ihre Produkte nicht zu vernünftigen Preisen verkaufen konnten - und zweitens der Klimawandel! Ich habe in Afrika mit eigenen Augen gesehen, wie sich die Wüsten immer weiter ausbreiten. Trotzdem: Dürfen wir angesichts der weltweiten Hun ger-Unruhen weiter auf Bio- Sprit setzen? Franz Alt: Natürlich — aber dort, wo die Pflanzen und die Bäume wachsen. Es ist keine Lösung, wenn für deutsche Stadtwerke Biokraftstoffe aus Malaysia importiert werden oder für US-Autos Biosprit aus Brasilien. Das Neue an den erneuerbaren Energien ist doch gerade, dass aus der Region für die Region Energie hergestellt werden soll und nicht Rohstoffe um die ganze Welt gekarrt werden. Öl, Uran und Gas gibt es nur an wenigen Stellen der Welt — die erneuerbaren Energien überall. Also brauchen wir für deutsche Autos Rapsöl, Holz, Gülle oder Mist aus hiesiger Land- und Forstwirtschaft. Aber auch bei uns steigen die Lebensmittelpreise we gen des Biosprit-Booms... Franz Alt: Wir haben ja noch immer viele brachliegende Flächen in Deutschland! Es ist intelligenter, dort nachwachsende Rohstoffe anzubauen, als Flächenstilllegungs-Prämien zu zahlen. Aber es ist richtig, dass die landwirtschaftliche Bioenergie-Produktion nicht grenzenlos ausgeweitet werden kann. Wenn wir in Deutschland eine strikte Energie-Einsparpolitik verfolgen, können wir 25 Prozent der Energie durch heimische nachwachsende Rohstoffe decken. Das Gros der Energie muss aber durch Sonne, Wind, Erdwärme, Wasserkraft und Meeresenergie gewonnen werden. Die Bauern in der Dritten Welt bekommen zu wenig Geld für ihre Produkte. Sind da die steigenden Lebensm ittelpreise nicht sogar gut für die Menschen in den armen Ländern? Franz Alt: Ja! 80 Prozent der Menschen in der Dritten Welt sind Bauern — und sie verarmen, weil sie nicht genug Geld bekommen für die Produkte, die jeder von uns braucht. Ein Deutscher gibt für sein Auto mehr aus als für Essen! Wir werden uns an steigende Lebensmittelpreise gewöhnen müssen. Die Dritte Welt hungert zum Teil deshalb, weil wir unsere Bauern zu sehr schützen und subventionieren und die Produkte der Dritten Welt durch hohe Zölle verteuern. Da muss mehr freier Markt her. Müssen Umweltschützer jetzt nicht ihre strikte Ableh nung von Gen-Technik überdenken? So könnten doch die Anbau-Erträge vergrößert werden... Franz Alt: Das wäre genau der falsche Weg. Laut einer Studie der UN-Welternährungsorganisation FAO können durch konventionellen und Bio-Anbau 14 Milliarden Menschen ernährt werden. Ich habe in Indien Bauern erlebt, die mir sagten: Seit wir auf Bio-Anbau umstellten, haben wir drei Ernten im Jahr — vorher hatten wir nur zwei. Der liebe Gott braucht den Nachhilfeunterricht von Gentechnikern nicht! Die Natur weiß es besser. Was können wir in Deutschland tun? Das Allerwichtigste ist: mehr Klimaschutz, damit die Wüsten und die Dürren sich nicht noch weiter ausbreiten. Wenn wir nicht auf erneuerbare Energien umsteuern, werden in den nächsten 20 Jahren 200 Millionen Umwelt- und Hunger-Flüchtlinge auf die reichen Länder der Welt zukommen.
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| 15. April 2008 Blick |
| Verhungern Kinder wegen unserem Öko-Gewissen?
Deutliche Worte: «Die Herstellung von Biotreibstoffen ist ein
Verbrechen gegen die Menschheit.» Das sagt Jean Ziegler (73), der frühere
SP-Nationalrat und heutige Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf
Nahrung. Bericht von Daniel Meier und Mattnias Pfander
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Welche Biotreibstoffe gibt es? Was soll Bio sein an Bio-Sprit? Mit Bio-Rüebli hat das nichts zu tun. Beim Anbau von Bio-Treibstoff kommen oft sogar Pestizide zum Einsatz. «Das Wort Bio bei Treibstoffen auf Basis von Nahrungsmitteln ist völlig irreführend», kritisiert Empa-Experte Marcel Gauch. Korrekt wäre der Begriff Agrar- oder Agro-Sprit. Welcher hat die beste Ökobilanz? Eindeutig Biogas. Bei den Agro-Treibstoffen, also Biodiesel und Bioethanol, kommt es auf den Rohstoff an. Aber auch darauf, wie und wo er angebaut wurde. Ein Beispiel: Werden für den Sojaanbau zuerst Urwaldflächen abgebrannt, danach die Pflanzen künstlich bewässert und mit Dünger überhäuft, sieht die Ökobilanz katastrophal aus. Auch wenn danach Biodiesel draufsteht. Ist also Biogas sauber? Eigentlich schon. Denn es wird aus Abfällen gewonnen. Bei Biogas stellt sich ein anderes Problem: Das Auto muss mit einem speziellen Gas-Tank ausgerüstet sein. Und man kann nur an wenigen Tankstellen Gas zapfen. Wie viel Ethanol wird in der Schweiz dem Benzin zugefügt? 3 Millionen Liter. Gemessen an der ganzen Menge Benzin sind das nur gerade 0,06 Prozent. Hergestellt wird das Ethanol aus Holzabfällen. Also keine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Es gibt Pläne, bis zu 130 Millionen Liter Ethanol zu produzieren. Teilweise aus überschüssigen Kartoffeln und Getreide. Ein heikler Punkt, denn: Was ist Überproduktion? Ist Benzin mit Ethanol billiger? Ja, weil Ethanol steuerbefreit ist. E5-Benzin mit 5 Prozent Ethanol kostet etwa 2 Rappen pro Liter weniger. Dieser Sprit eignet sich für jedes Auto. Für E85 mit 85 Prozent Zusatz braucht man ein spezielles Auto. Heute fahren etwa 3000 davon in der Schweiz herum. Ein Liter kostet etwa 20 Prozent weniger als Normalbenzin. Allerdings steigt auch der Verbrauch, weil der Heizwert tiefer liegt. Unter dem Strich spart man fast nichts. In der Schweiz gibt es 140 E5-Tankstellen, für E85 nur 35. Und beim Diesel? Da wird vor allem Palm-, Raps- und Sojaöl in veresterter Form verwendet. Das Problem: Man kann die Herkunft der Rohstoffe nicht überprüfen. Deshalb gelangt auch Rapsöl aus dem Ausland in die Tanks von Schweizer Autos. Und dieser Raps hätte auch als Nahrungsmittel eingesetzt werden können. Das sind aber nur sehr kleine Mengen. Migrol bietet unter Bio&Fair einen biologischen und sozialverträglichen Treibstoff an. Kunden zahlen einen Aufpreis von 60 Rappen pro Liter. Migrol-Chef Daniel Hofer: «Wir möchten ausbauen, aber die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem.» Also kein grünes Autofahren? Noch nicht. Vielversprechend ist Bio-Sprit der zweiten Generation. Als Rohstoff können Algen dienen. Die brauchen weniger Fläche als andere Pflanzen. Oder der JatrophaStrauch, der auf kargem Boden wächst, wo essbare Pflanzen kaum gedeihen. Seine Früchte enthalten mehr Öl als Raps. Am besten wären aber Solar-Autos: Für diesen Treibstoff braucht es nur Sonnenschein! |
| 04. April 2008 Franz Alt www.sonnenseite.com |
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Aktuelle News
Folgen des Klimawandels in Bangladesh. Jasmin Begum musste als Maedchen von Bhola fliehen, nachdem ein Zyklon das Haus und Land ihrer Familie verwuestet hatte. Seither lebt sie mit ihrem Mann und vier Kindern in unterschiedlichen Slums in Dhaka und Naranganj. © Uwe H. Martin / Greenpeace
Der Greenpeace Blue Alert-Report:
Klimaflüchtlinge in Südasien
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Informationen
"Klimaflüchtlinge
- Die verleugnete Katastrophe"
pdf - 1,3 MB
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der Sonnenseite:
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Klimaschutz ist Menschenschutz+ 06.04.2008 + In den nächsten 30 Jahren werden demnach 200 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, weil ihre Lebensbedingungen durch den Klimawandel immer schlechter werden.
Der aktuelle Blue-Alert-Report
Bedroht sind davon jedoch nicht nur Regionen Indiens. Weltweit stehen Menschen in Küstenregionen demselben Problem gegenüber. Besonders hart trifft es Staaten, die zu arm sind, um effizienten Hochwasserschutz zu betreiben. Nicht jeder Staat kann wie Hamburg 600 Millionen Euro allein für Deichschutzmaßnahmen aufbringen. Der Anstieg des Meeresspiegels ist aber nicht die einzige Ursache für die zukünftig steigende Anzahl von Klimaflüchtlingen. Auch überdurchschnittlich lange Dürreperrioden oder das Abschmelzen von Gletschern zwingt Menschen zur Flucht. Ein Beispiel dafür ist die peruanische Hauptstadt Lima. Die gesamte Trinkwasserversorgung wird durch den Zufluss von Gletscherwasser gewährleistet. Schmilzt der Gletscher zu schnell ab, versiegt das Trinkwasser einer Metropole mit über sechs Millionen Einwohnern. Stark vom Klimawandel betroffen sind vor allem naturverbunden lebende Bevölkerungsgruppen. Wer direkt von der Natur und ihren Ressourcen lebt, bekommt die Auswirkungen des Klimawandels am ehesten zu spüren. Gerade die ärmere, auf Subsistenzwirtschaft angewiesene Bevölkerung wird so zur Flucht gezwungen. Die Armen dieser Welt sind somit doppelt betroffen. Sie spüren die Auswirkungen als Erste und können aus Mangel an Finanzmitteln keine Anpassungsmaßnahmen vornehmen. "Hier sind die Industrieländer gefragt. Als größte CO2-Produzenten sind sie in der moralischen Pflicht, den Entwicklungsländern zur Seite zu stehen. Wer den Klimawandel fördert, muss auch für dessen Auswirkungen geradestehen", sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Dazu gehöre zum einen die Unterstützung durch Finanzmittel. Zum anderen müsse intensiv in den Klimaschutz investiert werden, um die Folgen des Klimawandels möglichst gering zu halten. Wie der Klimagipfel in Bangkok aktuell zeigt, sind die Industrieländer jedoch nicht bereit, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Weder für den Klimawandel, noch für die Klimaflüchtlinge. Smid fordert Deutschland und die EU auf, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz zu übernehmen. "Ob es um die Reduzierung der Treibhausgase oder den Urwaldschutz geht, wir sollten Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Klimaflüchtlinge."
Quelle:
Greenpeace | Sigrid Totz 2008
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